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Besichtigung einer Zwischenfrucht-Demofläche – Erste Erkenntnisse

| Überregional

Rote Gebiete - Welche Arten sind sinnvoll?

Um zu erfahren, wie sich verschiedene Zwischenfruchtarten und –mischungen in roten Gebieten ohne N-Düngung entwickeln, konnten einige unserer Berater auf Einladung der Saaten-Union eine Zwischenfrucht-Demofläche in der Nähe von Stade besichtigen.

Die besichtigte, ungedüngte Demofläche wies eine Güte von 25 Bodenpunkten auf, das Stroh der Vorfrucht Roggen wurde eingepflügt.  Der Nmin-Gehalt lag zur Zeit der Aussaat (Ende August) bei 35 kg/ha. Ausgesät wurden dort insgesamt 20 verschiedene Zwischenfruchtmischungen mit unterschiedlichsten Pflanzenarten, mit und ohne Leguminosenanteil.

Welche ersten Erkenntnisse konnten gewonnen werden:

  • „klassische“ Zwischenfruchtarten wie Senf und Ölrettich entwickeln sich erwartungsgemäß schwach ohne Düngung
  • andere Zwischenfruchtarten (Phacelia, Rauhafer) sind auch ohne Düngung in der Lage, mindestens zufriedenstellende Bestände zu entwickeln
  • Mischungen mit mehreren Komponenten lieferten besser entwickelte Bestände in Vergleich zu Reinsaaten
  • der Einsatz von Leguminosen in den Mischungen führt zu sichtbar stärkeren Beständen. Nicht nur die Leguminosen selbst entwickeln mehr Pflanzenmasse, auch die nicht-legumen Partner profitieren von der zusätzlichen N-Bindung
  • die Wahl der passenden Zwischenfruchtarten muss immer unter Beachtung der betriebsindividuellen Fruchtfolgen getroffen werden, da die unterschiedlichen Arten oft phythosanitäre Probleme (z.B. Übertragung von Verzwergungsviren bei Rauhafer, Kohlherniegefahr bei Senf) mit sich bringen

Eine erneute Besichtigung der Demofläche ist Ausgangs Winter geplant. Augenmerk soll dann auf Frostempfindlichkeit der gewählten Arten und notwendige weitere Bearbeitungsschritte vor der Rübensaat (auch unter dem Aspekt Zulassungsentzug Glyphosat) liegen. Wir werden wieder berichten!

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