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Befall mit Blattläusen nimmt zu

| Euskirchen

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Das Blattlausmonitoring zeigt besonders im südlichen Rheinland einen zunehmenden Besatz mit Läusen. Dabei handelt es sich auf den meisten Boniturstandorten um die Schwarze Bohnenlaus. Diese schädigt die Rüben hauptsächlich durch ihren Saugschaden (deutlich zu erkennen an verdrehten Laubblättern mit Lauskolonien an der Blattunterseite), eine Virusübertragung findet nur äußerst selten statt. In einigen Fällen überschreitet der Befall jetzt die Bekämpfungsschwelle von derzeit 30 %. Ob eine Insektizidmaßnahme gegen die Schwarze Bohnenlaus aber tatsächlich sinnvoll ist oder ob ein höherer Befall akzeptiert werden kann, hängt auch noch von anderen Faktoren ab:

  • Wüchsige Rüben tolerieren oft einen höheren Befall, ebenso größere Pflanzen.
  • Nach Niederschlägen kann der Besatz mit Läusen zumindest kurzfristig zurückgehen.
  • Lauskolonien können verpilzen und damit keinen Schaden mehr anrichten.

Ein weiterer wichtiger Faktor bei der Entscheidung, wann eine Behandlung erfolgen sollte, ist die Befallssituation bei der gefährlicheren Grünen Pfirsichblattlaus (Übertragung von Vergilbungsviren). Hier wurden auf wenigen Standorten in dieser Woche erster Befall festgestellt, allerdings noch unterhalb des Bekämpfungsrichtwerts von 10 %. Sobald dieser die 10 % Schwelle erreicht oder überschreitet, ist eine Insektizidmaßnahme dringend angeraten. Daher scheint es im Moment sinnvoll, zunächst die eigenen Flächen zu bonitieren, um den aktuellen Befall mit besonders mit der Grünen Pfirsichblattlaus korrekt einschätzen zu können und dann bei Bedarf eine Behandlung gegen beide Lausarten durchzuführen.

Informationen zum Thema Läuse:

  • LIZ-Blattlausmonitoring
  • Infobroschüre „Blattläuse erfolgreich regulieren“
  • Infobroschüre „Blattläuse und ihre Feinde“
  • Insektizidstrategie
  • ...

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