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Der Mietenplatz braucht eine Sonderbehandlung

|Überregional

Unerwünschte Spuren beseitigen

Nach dem Verladen der Zuckerrüben bleibt auf der Mietenlagerfläche mit dem Erdschwad, je nach Witterung und Bodenfeuchte, eine mehr oder weniger große abgereinigte Masse zurück.

In der Mischung aus Rübenkleinteilen, Rübenblättern/Unkraut und abgereinigter Erde entstehen beim biologischen Abbau des organischen Materials Säuren und Gase, die den nachfolgenden Weizen schädigen können. Daher sollte die Biomassekonzentration durch großflächiges Verteilen und tiefes Einmischen in den Boden reduziert werden.

Dazu gibt es, je nach Feldbedingungen, verschiedene Vorgehensweisen:

  • Trockene Bedingungen: In den meisten Fällen wird mehrfach gegrubbert und planiert. Bei nichtwendender Folgebearbeitung ist Planieren und Verteilen gut möglich.
  • Feuchte und „schmierige“ Bedingungen:  Die Bearbeitung erfolgt mit dem Pflug, da ein Planieren und Grubbern technisch oft unmöglich ist und nur so eine noch befahrbare Bodenoberfläche/Saathorizont erreicht wird.
  • Mietenanlagen auf großen Flächen: Vorzugsweise auf Mietenplätzen mit großen Massen an abgereinigtem Material und trockeneren Bedingungen (z. B. Sachsen-Anhalt) wird der Erdschwad zusammengeschoben (s. Foto) und später breitflächig, z. B. mit Kompoststreuern, ausgebracht. Der relativ hohe Aufwand ist vor allem aus phytosanitärer Sicht wünschenswert (starke Erwärmung)  und die Nachfolgefrucht wird kaum beeinträchtigt.
  • Flächen mit Nematodenbelastung: Vor dem Verteilen des Schwads empfiehlt sich eine mindestens einwöchige Erwärmung des Materials, die die Nematodenbelastung reduziert. Hierzu den Erdschwad unbearbeitet liegenlassen oder zu Haufen zusammenschieben.

 

 

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