Nach der Rübenverladung bleiben auf dem Mietenplatz Rübenkleinteile, Blätter, Unkräuter und Erde zurück. Beim Abbau dieser konzentrierten organischen Masse entstehen Säuren und Gase, welche die die Folgekultur beeinträchtigen. Unter den diesjährigen, trockenen Bedingungen ist außerdem damit zu rechnen, dass die Wirkstoffe aus dem Conviso One noch nicht vollständig abgebaut sind und aufgrund der Aufkonzentrierung am Mietenplatz Probleme bei der Etablierung eines nachfolgenden Getreides bereiten können.
Welches Vorgehen empfehlen wir im Umgang mit den Mietenplätzen?
• Größere Mengen an Rüben- und Blattresten sollten zusammengeschoben und möglichst gleichmäßig auf der Fläche verteilt werden.
• Ist dies nicht möglich, kann eine zusätzliche Gabe von Carbokalk helfen, organische Säuren zu neutralisieren und einer Bodenversauerung entgegenzuwirken.
• Bei tragfähigen Böden sollte das Material anschließend mehrmals mit dem Grubber eingearbeitet werden.
• Bei feuchten Bedingungen hinterlässt die Lademaus häufig tiefe Fahrspuren. Ist ein Pflugeinsatz unvermeidbar, sollte, sofern die Bodenverhältnisse es zulassen, vorher ein mischender Grubbergang erfolgen.
• Ist der Boden zu nass, kann es sinnvoller sein, den Mietenplatz zunächst liegen zu lassen und im Folgejahr eine Sommerung oder einen Blühstreifen anzubauen, anstatt einen Winterweizen unter ungünstigen Bedingungen „hineinzuschmieren“.
