Um Gräser in klassischen Zuckerrüben erfolgreich zu bekämpfen, gilt es einige Punkte zu beachten:
- Auswahl des Graminizids in Abhängigkeit der Verungrasung:
- Ausfallgetreide: Ist gut mit FOP-Produkten (z.B. Agil-S) bekämpfbar
- Windhalm/Ackerfuchsschwanz/Trespen: Hier ist die Kenntnis des Resistenzstatus entscheidend:
- unbedingt DIM-Produkte (Select 240 EC, Focus Ultra) einsetzen, wenn in der Vergangenheit Minderwirkungen gegen FOP’s festgestellt wurde
- Hirsearten: Hier sind FOP-Produkte ausreichend wirksam. Auf bekannten Hirseflächen unbedingt auch Dimethenamid-P (Spectrum, Tanaris) einsetzen, da Hirse in Wellen aufläuft
- Quecke: nur unterdrückende Wirkung der zugelassenen Produkte (erhöhte Aufwandmengen)
- bei allen Graminiziden sind die optimalen Anwendungsbedingungen zu beachten (Behandlung im 2 bis 3-Blattstadium der Gräser, Luftfeuchte über 60%)
- Zusatz von Additiven/Ölen erhöhte die Wirkungssicherheit bei allen Produkten.
- Alternativ: Gemeinsame Ausbringung von Graminiziden + Spectrum
- Mischungen von Graminiziden mit Herbiziden sind nur bei geringem Grasdruck zu empfehlen
- bei hohem Grasdruck/resistenten Pflanzen muss das größere Problem zuerst angegangen werden und Abstände eingehalten werden (Graminizid > Herbizid: 3 – 5 Tage; Herbizid > Graminizid 5 – 8 Tage; größere Abstände bei FOP-resistenten Gräsern/hohen Aufwandmengen).
- System Conviso Smart: Überleben Gräser die Behandlung mit Conviso One oder sind aus der Vergangenheit Minderwirkungen der Sulfonylharnstoffe bekannt: unbedingt DIM-Produkte (Select 240 EC, Focus Ultra) einsetzen.
Bei weiteren Fragen zum Thema Gräserbekämpfung stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
