Nach der Ernte der Vorfrucht ist es an der Zeit, sich um die Grundnährstoffversorgung der Zuckerrübe in der nächsten Anbauperiode zu kümmern. Welche Bedeutung haben die einzelnen Makronährstoffe Calcium, Kalium und Phosphor?
CaO/Kalk
- Eine optimale CaO-Versorgung spielt vor allem auf schluffreichen Böden eine wichtige Rolle bei der Bildung von stabilen Krümelstrukturen (Reduzierung der Verschlämmungsneigung)
- Die Bodenstruktur und das Wasserinfiltrationsvermögen werden erhöht.
- Bodenlebewesen wie Bakterien, Milben, Tausendfüßler und vor allem Regenwürmer haben ihr Vermehrungs- und Wirkungsoptimum meist im schwach sauren bis neutralen pH-Bereich
- Viele Nährstoffe sind im pH-Bereich zwischen 6,5 und 7 am besten verfügbar
- Der Hauptbedarf an CaO entsteht nicht durch den Entzug der Kulturpflanzen, sondern durch Versauerung und vor allem Auswaschung (bis zu 500kg CaO je ha und Jahr)
- Eine Übersicht über benötigte Kalkmengen finden Sie in angehängter Tabelle. 5 - 6 to/ha Carbokalk als Erhaltungskalkung stellen die Kalkversorgung Ihrer Flächen sicher und liefern zusätzlich weitere wichtige Makro- und Mikronährstoffe
Kalium
- Neben Wetter und Blattgesundheit hat der Kaliumgehalt in den Rüben einen direkten Einfluss auf den Zuckergehalt. Die höchsten Zuckergehalte werden bei einem Kaliumgehalt zwischen 30 bis 40 mmol pro 1000 g Rübe erreicht (Analyse Pfeifer & Langen)
- Kalium reguliert den Wasserhaushalt der Pflanzen, erhöht die Wassernutzungseffizienz, aktiviert Enzyme, fördert die Photosynthese und erhöht die Widerstandskraft sowie die Stresstoleranz der Pflanzen
- Feldversuche zeigen den positiven Einfluss einer guten Kaliversorgung auf Ertrag und Zuckergehalt (siehe Abbildungen).
- Zuckerrüben nehmen bis zu 500 kg/ha K2O (bei 90 t/ha Rübenertrag) auf, wovon allerdings ca. 2/3 mit dem Blatt auf der Fläche verbleiben und für Folgefrüchte zur Verfügung stehen
- Bei Gehaltsklasse C und 90 t/ha Ertragspotential lautet die Düngeempfehlung 300 - 400 kg/ha K2O
Phosphor
- Ähnlich wie Stickstoff ist Phosphor, ausgedrückt als P2O5, ein Grundbaustein vieler Moleküle und übernimmt eine wichtige Rolle im Energietransport innerhalb der Pflanze
- Phosphor ist ein struktureller Bestandteil der Zellwände der Zuckerrübe, eine ausgewogene Versorgung erhöht die Wiederstandkraft gegenüber Schaderregern
- Vor allem im Jungendstadium sorgt Phosphor für ein zügiges Wurzelwachstum
- Zuckerrüben entziehen bei 90 t/ha Rübenertrag ca. 150 kg/ha P2O5, wovon ca. 90 kg/ha mit der Rübe die Fläche verlassen. Diese Menge sollte bei Gehaltsklasse C durch die Düngung zugeführt werden
Unterstützung bei allen Fragen rund um die Düngung bietet Ihre Anbauberatung sowie das Programm LIZ Dungpro.