Aktuell verwöhnt uns Petrus mit freundlichem Frühjahrswetter, laut Wettervorhersage bleiben die Aussichten stabil und die Tagestemperaturen liegen deutlich über 12 °C. Uns erreichen deshalb vermehrt Anfragen, wann mit der Aussaat der Zuckerrüben begonnen werden kann.
Das wichtigste Kriterium für die Rübensaat ist der Boden. Die Bodenoberfläche erscheint in vielen Regionen bereits gut abgetrocknet. Aber ist der Bearbeitungshorizont auch schon ausreichend tragfähig?
Die Spatenprobe bleibt zur Bewertung der Bodenfeuchte unersetzbar. Nur wenn der Boden ausreichend abgetrocknet und tragfähig ist, darf mit (organischer) Düngung, Bodenbearbeitung und Aussaat begonnen werden. Schäden an der Bodenstruktur, welche durch eine zu frühe Befahrung und Bearbeitung entstehen, machen den möglichen Ertragsvorteil einer frühen Aussaat mehr als zunichte.
Der zweite wichtige Indikator für die Rübensaat ist die Bodentemperatur. Zwar beginnt die Keimung von Zuckerrüben bereits bei 5 °C, für einen schnellen und gleichmäßigen Aufgang sind aber Temperaturen von min. 10 °C ideal. Das ist umso wichtiger, je gefährdeter der Feldaufgang durch Schaderreger (Mäuse, Schnecken, Rhizoctonia etc.) ist.
Wenn der Boden es erlaubt, kann bereits mit der Aussaat begonnen werden – passende Bodenbedingungen sind aber längst noch nicht überall gegeben! Deshalb heißt es: Nerven bewahren, auch wenn die ersten Sägeräte unterwegs sind. Passen Bodenfeuchte und Bodentemperatur, so haben sich langjährig Aussaattermine ab Mitte März bewährt.
Bei allen Fragen rund um die Rübensaat steht Ihnen Ihre Anbauberatung gerne persönlich zur Verfügung.