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BVL erteilt elf Notfallzulassungen gegen Glasflügelzikaden als Bakterienvektoren

| Überregional

Anwendung erst nach Warndiensthinweis durch den amtlichen Pflanzenschutzdienst

Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) hat für 2026 elf Notfallzulassungen zur Bekämpfung der Schilfglasflügelzikade und damit des SBR-Komplexes im Zuckerrübenanbau erteilt. Von den sieben Notfallzulassungen aus 2025 bleiben Decis forte, SIVANTO prime, Karate Zeon, Carnadine 200, Mospilan SG und Danjiri weiter im Paket, Kaiso Sorbie fällt weg. Neu hinzugekommen sind Polux, Leptostar, Raptol HP, Mavrik Vita und Nuyard.

Das Spektrum reicht damit von systemischen Wirkstoffen wie Acetamiprid und Flupyradifurone bis zu Kontaktinsektiziden aus der Gruppe der Pyrethroide beziehungsweise Pyrethrine. Die Zulassungen gelten für 120 Tage, je nach Mittel bis Ende Juli beziehungsweise Mitte August 2026.

Alle elf Produkte, die eine Notfallzulassung zur Bekämpfung der Schilf-Glasflügelzikade erhalten haben, dürfen erst nach Warndienstaufruf durch den amtlichen Pflanzenschutzdienst angewendet werden! Diese Warndienstaufrufe basieren auf Monitoringdaten, die flächendeckend erhoben werden.

Zudem wird zwischen Hotspot-, Übergangs- und Grenzregionen unterschieden; danach richten sich sowohl Warndienstaufrufe als auch Bekämpfungsstrategien.

Das bundesweite Schilf-Glasflügelzikaden-Monitoring startet Anfang Mai.

Grundsätzlich sind die jeweiligen Anwendungsbestimmungen und Auflagen des BVL zu beachten. Weitere Informationen und die einzelnen Notfallzulassungen finden sich auf der BVL-Seite „Zulassungen für Notfallsituationen“.

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