Letzte Woche zeigten wir in Teil 1 zum Blattkrankheiten-Monitoring den diesjährigen Cercospora-Befallsverlauf im Jahresvergleich. Im diesjährigen regionalen Vergleich beobachten wir wie bereits in den Vorjahren einen in Könnern überproportionalen und in Lage unterproportionalen Anstieg der Häufigkeit mit Cercospora befallener Blätter (Grafik 1).
Neben Cercospora können auch Mehltau, Ramularia und Rost nennenswerte Schäden an Zuckerrüben verursachen. Die Auswertung des Blattflecken-Monitoring zeigt auch in diesem Jahr saisonale wie auch regionale Unterschiede des Befalls, welcher im Vergleich zum Vorjahr deutlich höher ausfiel:
Mehltau machte sich in Lage ab Mitte Juli und in Könnern ab Anfang August mit einer rasch ansteigenden Befallshäufigkeit von bis zu 5 % breit. Die übrigen Anbauregionen waren kaum betroffen (Grafik 2). Förderlich sind hohe Temperaturen, geringe Niederschläge, stark wechselnde Tag- und Nachtunterschiede, Taubildung und eine hohe Stickstoff-Versorgung.
Die hingegen von einer kühlen und feuchten Witterung profitierenden Blattkrankheiten, Ramularia und Rost, übernahmen gegen Ende der Anbauperiode das Feld. Während Ramularia erst gegen Anfang September und nur im einstelligen %-Bereich in Jülich, Euskirchen und Könnern zu tragen kam (Grafik 3), beobachten wir ab Mitte August in allen Regionen außer Könnern einen starken Anstieg des Befalls mit Rost. Mitte September lag die Befallshäufigkeit zwischen ca. 10 und 15 %, Mitte Oktober sogar zwischen ca. 20 und 25 % (Grafik 4).
In den kommenden Kurzmeldungen werden wir Ihnen weitere Hintergründe zur diesjährigen Befallssituation und zu den standortspezifischen Befallsunterschieden präsentieren. Weitere Informationen zur Befallsentwicklung und standortbezogene Informationen finden Sie außerdem im Blattkrankheiten-Monitoring.



