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Nationaal bericht
Überregional

Besonderheiten des Jahres 2026 bei der Ernte beachten

Sauber roden, was gewachsen ist

Die trocken-heiße Witterung des Sommers 2026 hat in vielen Rübenbeständen ihre Spuren hinterlassen. Kleine Rüben, vertrocknetes Laub und Wachstumsrisse stellen oft besondere Anforderungen an die Erntetechnik. Regional herrschen immer noch sehr trockene Bodenbedingungen. 

Auch wenn die Rübenernte überwiegend überbetrieblich erledigt wird: Auch für Sie als Anbauer gilt es, die Rodebedingungen und Maschineneinstellungen zu kontrollieren und gemeinsam mit dem Fahrer den Fokus auf eine verlustarme und saubere Ernte zu legen. 

Trockene Bodenbedingungen/kleine Rüben:

Unter diesen Bedingungen ist es das Ziel, den Erdstrom in der Maschine nicht zu früh abbrechen zu lassen, um Verluste und Verletzungen zu reduzieren. Folgende Maßnahmen helfen dabei:

  • tiefer roden
  • Fahrgeschwindigkeit erhöhen
  • Geschwindigkeit der Rüttelschare reduzieren; Voreilung von Radrodescharen zurücknehmen
  • Walzentisch tiefer stellen
  • Reinigungswalzen und Siebsterne so langsam wie möglich einstellen

Vertrocknetes Laub:

Auch vertrocknetes Laub muss bestmöglich von der Rübe entfernt werden. Hierbei hilft:

  • Erhöhung der Drehzahl der Schlegelwellen, um einen Saugeffekt auf dürres Laub zu erzielen
  • bei weiterhin trockengestressten Rüben: minimaler Köpfschnitt mit scharfen Nachköpfmessern
  • bei wieder “frischen” Rüben: Köpfschnitt ggf. etwas tiefer, um vertrocknete Blattansätze zu entfernen

Wachstumsrisse:

Bei Rüben mit starken Wachstumsrissen/Gürtelschorf kann es schnell zu hohen Rübenverlusten kommen, indem große Teile des Rübenkörpers oberhalb der Einschnürung von den Entblätterungsorganen abgebrochen werden.

  • Fahrgeschwindigkeit reduzieren
  • tiefer roden, um mechanische Belastung auf die bruchempfindliche Rübe zu reduzieren
  • Schlegelwellen höher einstellen
  • scharfe Nachköpfmesser, Federbelastung reduzieren
  • bei zu großen Rübenverlusten muss ein gewisser Besatz an Blattstielen toleriert werden. Wichtig: Dann ist eine ausreichend große Zeitspanne (min. 7 Tage) zwischen Rodung und Verladung einzuplanen, damit verbleibende Blattstiele eintrocknen und besser von der Maus abgereinigt werden können.

Grundsätzlich gilt es, die Maschineneinstellungen regelmäßig zu kontrollieren und an wechselnde Bedingungen anzupassen. Weitere Hilfestellung finden Sie in den herstellerspezifischen Einstellhinweisen sowie in den LIZ-Roderchecklisten.

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