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Vielfältige Ursachen der Welke und Fäule an Rüben

| Könnern

Rhizopus arrhizus (Pilz) nachgewiesen

Wie bereits berichtet, werden im Einzugsgebiet der Zuckerfabrik Könnern zum Teil erhebliche Welkeerscheinungen und faulende Rübenkörper beobachtet. Immer mehr wird deutlich, dass die Ursachen für die beschriebenen Schäden sehr komplex sind. Die auftretenden Symptome ähneln u.a.: 

  • Herz- und Trockenfäule, die durch Bormangel ausgelöst wird. Dieser kann unter der vorliegenden extremen Trockenheit durchaus eingetreten sein.
  • Rübenmotte tritt in diesem Jahr sehr verbreitet und auf einigen Flächen stark auf. Dennoch kann die durch den Fraß der Larven an Blattstielen und Rübenkopf eingetretene Schädigung nicht immer als Ursache für die Fäule angesehen werden, da häufig an stark geschädigten Rüben keine Fraßspuren der Rübenmotte gefunden wurde.
  • Rhizopus arrhizus, dieser Fäulnispilz infiziert zunächst den Rübenkopf, befallene Rüben werden innerhalb kurzer Zeit von oben nach unten nass-faul. Häufig sind zunächst Einzelpflanzen im Bestand betroffen. Infektionen treten besonders an vorgeschädigten Rüben (Eintrittspforten durch Trockenstress, Wachstumsrisse, Fraßstellen der Rübenmotte usw.) und bei großer Hitze (Temperaturen ab ca. 35°C) auf. Schlagteile oder Schläge mit einer noch intakten Wasserversorgung sind in der Regel nicht betroffen. Bewässern der Felder mindert den möglichen Pilzbefall. Eine Fungizidmaßnahme zur Bekämpfung der Fäulnis ist wirkungslos, kann aber bei steigendem Befall von Cercospora und Mehltau die geringe und sich neu bildende Blattmasse schützen, unter der Voraussetzung turgeszenter (aufnahmefähiger) Blätter.

Bei Auftreten der beschriebenen Symptome sollten Sie sich umgehend mit der Anbauberatung der Zuckerunternehmen in Verbindung setzen. 

Detaillierte Beschreibungen zu den unterschiedlichen Krankheitserregern finden Sie im Programm LIZ – Krankheiten und Schäden, auch als APP verfügbar.

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