Das bundesweiten Zikaden-Monitoring erfolgreich beendet. Auf den Monitoring-Standorten in Sachsen-Anhalt startete der Zuflug Ende Mai, erreichte Ende Juni seinen Höhepunkt und war Ende Juli abgeschlossen (siehe Grafik).
Aus den summierten Fangzahlen (siehe Kartenabbildung) lassen sich möglicherweise die zu erwartenden Ausprägungen der SBR-Krankheiten ableiten. Daher ist in Regionen mit nachgewiesenem Zikadenflug eine Kontrolle der Bestände ratsam. Erste Krankheitssymptome wurden vergangene Woche bereits vereinzelt gesichtet.
Der SBR-Erreger ARSEPH führt zur flächigen Vergilbung von Blattspitzen, vermehrtem Neuaustrieb asymmetrisch geformter Blätter und Leitbündelverbräunung. Der Stolbur-Erreger PHYPSO führt zur Blattwelke, „Gummirüben“, die locker im Boden sitzen und Fäulnis durch pilzliche Sekundärinfektionen (siehe Symptomabbildungen).
Wenn Sie diese oder ähnliche Symptome beobachten und sich vergewissern möchten, kontaktieren Sie Ihre Anbauberater.
Anfang September wird auf den Standorten des Zikaden-Monitoring eine Symptombonitur durchgeführt. Diese soll den Zusammenhang zwischen der Flugaktivität der Schilf-Glasflügelzikade und der Erregerübertragung darstellen und gibt uns ein genaueres Bild der tatsächlichen Krankheitsausbreitung. Wir halten Sie darüber informiert.