Im bundesweiten Zikaden-Monitoring (https://www.isip.de/isip/ackerbau/zuckerrueben/schilf-glasfluegelzikade) wird seit Anfang Juli eine Stagnierung der Fangzahlen beobachtet. Besonders in den süddeutschen Anbaugebieten, wo noch sehr hohe Fangzahlen von meist mehr als 10 Zikaden und nicht selten über 100 Zikaden pro Standort und Woche detektiert wurden, wird sogar ein rückläufiger Trend erkennbar.
Ähnliches ist auch in Sachsen-Anhalt zu erkennen. Wenn noch vor 3 Wochen auf fast allen Monitoring-Standorten Zikaden (wenn auch nur wenige) gefangen wurden, so sind mittlerweile ca. die Hälfte der Standorte Zikaden-frei oder weisen nur einzelne Zikadenfänge auf. Die höchsten Fangzahlen werden noch im Salzlandkreis (maximal 18 Zikaden pro Woche und Standort) erhoben.
Grundsätzlich ist festzuhalten, dass sich der Zikadenflug im Anbaugebiet Könnern im Vergleich zu dem in Süddeutschland in Grenzen hielt. In Summe wurden je Standort seit Mai nur sehr selten mehr als 100 Zikaden gefangen. In der Regel waren es weniger als 10 und gelegentlich zwischen 20 und 50 Zikaden. In Süddeutschland wurden bei etwa der Hälfte der Standorte deutlich über 100 Zikaden gefangen. Selten waren es weniger als 10.
Vergangene Woche wurde in Sachsen außerdem der Warndienstaufruf zur Bekämpfung der Schilf-Glasflügelzikade (bisher in den Gemeinden Arzberg, Zeithain und Riesa) um die Gemeinden Markranstädt und Pegau erweitert.
Aufgrund des rückläufigen Zikadenflugs sind insektizide Maßnahmen situationsbedingt abzuwägen.
