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Bericht Jülich
Jülich

Vorauflaufbehandlung – Ja oder Nein?

Die erste Welle Ausfallraps kann schon wenige Tage nach der Rübenaussaat auflaufen.
Bei passenden Witterungsbedingungen kann eine Vorauflaufbehandlung auf bereits gesäten Parzellen sinnvoll sein.

Mit Abschluss der Aussaat an die Herbizidbehandlung denken

Bei zu erwartendem Auftreten von Problemunkräutern oder Ausfallraps ist unter den aktuellen Witterungsbedingungen über eine Vorauflaufbehandlung auf den bereits gesäten Zuckerrübenflächen nachzudenken.

Vorteile einer Vorauflaufbehandlung:

  • erste Welle der Unkräuter kann gebrochen werden (Rapsauflauf schon wenige nach Rübenaussaat)
  • Bodenwirkung der Wirkstoffe Metamitron, Quinmerac und ggf. Ethofumesat kann bei ausreichender Bodenfeuchte ausgenutzt werden

Nachteile einer Vorauflaufbehandlung:

  • Bei der Anwendung von Goltix Titan im Vorauflauf ist die maximale Quinmerac-Menge (250 g/ha/Jahr) für die folgenden NAK´s zu beachten
  • Bei fehlender Bodenfeuchte und hoher Strahlungsintensität begrenzte Wirkung

Voraussetzungen für eine erfolgreiche Vorauflaufbehandlung:

  • ausreichende Bodenfeuchte
  • Feinkrümeliges Saatbett  

Gegen Hundspetersilie/Wilde Möhre/Knöterich können Mittel wie Goltix Titan/Kezuro eingesetzt werden. Gegen Raps, Kamille, Melde/Weißer Gänsefuß oder Bingelkraut kann über den Einsatz einer Mischung aus Goltix Titan und Metafol Super nachgedacht werden. Metafol Super enthält neben Metamitron auch Ethofumesat. Dies kann ein Vorteil bei der Bingelkraut-Bekämpfung sein. Eine Anwendung darf jedoch nicht auf durchstoßende oder gerade aufgelaufene Rüben erfolgen (Kulturschäden!)  

Bei Fragen wenden Sie sich gerne an Ihren Anbauberater.

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