Aktuell erreichen uns Anfragen, wann der beste Rodezeitpunkt für die späten Abholtermine ist. Wie lässt sich dieser eingrenzen?
Die Zuckerrübe veratmet in der Miete in geringem Umfang Zucker zur Energiegewinnung. Werden die Rüben unter guten Bedingungen eingelagert, sind also gesund, trocken, kühl und frei von Blattresten oder Erde, so ist in der Miete von einem Zuckerverlust von rund 100g je Tonne Rüben und Tag auszugehen.
Die Umgebungstemperatur spielt eine wesentliche Rolle. Liegen die Tagesmittelwerte der Temperatur in Summe über 270°C, ist von einer verstärkten Aktivität der Mikroorganismen auszugehen. Die genannte Temperatursumme sollte entsprechend nicht überschritten werden. Beispiel: Im Kölner Umland sollten in einem warmen Winter Flächen mit Liefertermin in der ersten Dezemberwoche frühestens ab dem ersten November gerodet werden. In einem durchschnittlichen Winter verlängert sich die vertretbare Lagerdauer um drei bis vier Tage. Je weiter sich der Lagerzeitraum in die kalte Phase des Winters verschiebt, mit Rodeterminen im Dezember, desto länger kann die Lagerdauer angesetzt werden.