04.09.2019 Überregional

Unkrautkontrolle mit Strom?

Alternative zum Einsatz chemischer Pflanzenschutzmittel?
Metallstreifen gleiten über die Pflanzen und übertragen den Strom

Die Sorgen um den Verlust chemischer Wirkstoffe fördern Umdenken und neue Entwicklungen.

Das Electroherbverfahren der Zasso Group aus Aachen ist ein systemisches Verfahren, das wie  Glyphosat über die Blätter in die Pflanze eindringt und sich bis in die Wurzeln ausbreitet. Es wird jedoch keine Chemie, sondern die Energie aus elektrischer Hochspannung genutzt (Elektronisches Totalherbizid). In Zusammenarbeit mit CaseIH ist mit dem XPower Elektroherb-Gerät eine Maschine bereits im Praxiseinsatz.

Das Gerät arbeitet flächig. Der Strom dringt mittels Applikatoren in die Pflanzen ein und tötet diese ab. Eine zweite Applikatorenreihe schließt den Stromkreis. Das System ist bei großen wie bei kleineren Unkräutern wirksam. Die  Unkrautart spielt für den Bekämpfungserfolg keine Rolle. Die flächige Anwendung passt z. B. zur Abtötung der Zwischenfrucht im Frühjahr oder auch im Kartoffelanbau zur Vorerntebehandlung (Kartoffelkraut). Aber auch Kommunen sind interessiert, da chemische Verfahren tlw. nicht mehr gestattet sind.

Auch für Reihenkulturen wie die Zuckerrübe könnte das Verfahren interessant werden. Mit moderner Technik können die Applikatoren auch an unterschiedliche Reihenkulturen angepasst und damit flexibel eingesetzt werden. Diese Anwendungen sind in Prüfung und bedürfen noch weiterer Tests.

Mit (Strom)- Spannung darf die weitere Entwicklung abgewartet werden.


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