23.08.2019 Appeldorn

Mit Zwischenfrüchten die Grundlage für die Rüben 2020 schaffen

Aussaatbedingungen besser als 2018

Am vergangenen Wochenende sind verbreitet ergiebige Niederschläge um die 20 mm gefallen und gegenüber dem letzten Jahr ist die Hitzewelle bis jetzt ausgeblieben. Somit ist die Bodenfeuchte im Oberboden deutlich besser als im vergangenen Jahr, im Unterboden herrscht natürlich nach wie vor ein großes Wasserdefizit.

Wie bei der Bodenbearbeitung vorgehen?

Nach der Stoppelbearbeitung sind Unkräuter und Ausfallgetreide verbreitet aufgelaufen. Aufgrund des trockenen Unterbodens ist von einer Pflugfurche zur Zwischenfrucht abzuraten, um keinen trockenen Boden an die Oberfläche zu holen. Eine tiefe Lockerung des Bodens (mindestens 25 cm) sollte aber dennoch erfolgen, um störende Verdichtungen zu beseitigen. Die trockenen Bedingungen im Unterboden ermöglichen hierbei eine Bearbeitung, ohne Schmierschichten zu erzeugen.

Der Saathorizont weist im Gegensatz zum letzten Jahr nicht nur eine gute Gare, sondern auch eine höhere Restfeuchte auf. Dies liegt unter anderem an der hohen Luftfeuchte, welche sich allmorgendlich in Form von Tau niederschlägt. Dies war 2018 nicht der Fall.

Auf die Saat kommt es an:

Bei der Saatbettbereitung sollte wasserschonend gearbeitet werden. Eine gute Rückverfestigung und genügend Feinerde sichern den Anschluss an das Kapillarwasser. Am besten und sichersten gelingt dies mit einer hauptfruchtmäßigen Bestellung, sprich einer Sämaschine. Mit Kompromissen funktionieren natürlich auch andere Bestellverfahren. Die Saattiefe sollte so gewählt werden, dass auch ohne Niederschläge genügend feuchte zu Keimen um das Saatkorn vorhanden ist.

Beherzigt man diese Punkte, steht einer guten Entwicklung der Zwischenfrüchte eigentlich nichts mehr im Wege. Diese bildet ja bekanntlich den Grundstein für die Rüben 2020.


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