18.06.2019 Appeldorn

Rüben mögen Cocktails

In der Regel aber ohne Insektizide

Der Reihenschluss ist nun nahezu in allen Beständen erreicht. Zu diesem Zeitpunkt haben die Rüben einen besonders hohen Bedarf an Mikronährstoffen wie Bor und Mangan. Dieser Bedarf  kann auf gut versorgten Böden und unter günstigen Bedingungen aus dem Boden gedeckt werden,  allerdings entsteht auf leichten Standorten, in Hochertragsjahren und unter trockenen Bedingungen oft ein Verfügbarkeitsproblem. Daher ist eine Blattdüngung zu empfehlen.

Ein Bormangel beispielsweise macht sich erst im Juli/August in Form der Herz- und Trockenfäule bemerkbar. Blattdüngemaßnahmen sind dann zu spät. Daher sollte jetzt präventiv eine gezielte Düngung zum Reihenschluss erfolgen.

Ein Cocktail sollte etwa 500g Bor und 300g Mangan enthalten. Magnesium und Schwefel runden die Mischung ab. Eine Spritzung morgens im Tau, vor Niederschlägen oder mit viel Wasser ist von Vorteil, da die Nährstoffe dann per „Trichtereffekt“ zu Rübenherz- und Wurzel geführt werden. Dies erhöht die Gesamtaufnahme und damit den Effekt.

Ein Zusatz von Insektiziden ist momentan auf den meisten Flächen nicht erforderlich.

Cocktail-Vorschlag (Düngerkosten: ca. 16 €/ha):

3,5 l/ha Bor 150 – ca. 7 €
2 l/ha Mn 150 – ca. 4 €
10 kg/ha Bittersalz – ca. 5 €
in 300 l/ha Wasser


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