15.05.2019 Überregional

Hinweise zur nächsten Insektizidbehandlung

Mit viel Wasser und Druck

In vielen Fällen sind die Rüben aufgrund des starken Auftretens der Schwarzen Bohnenläuse bereits mit einem Insektizid behandelt worden. Größtenteils wurde Pirimor Granulat eingesetzt und die Wirkung war in den meisten Fällen sehr gut. Jetzt, bei wieder ansteigenden Temperaturen, droht erneuter Blattlauszuflug. Es stellt sich die Frage der Insektizidwahl für die Zweitbehandlung oder auch für noch nicht behandelte Schläge.

Wie vorgehen?

Nach Überschreiten der Schadschwelle von 10 % befallener Pflanzen und Auftreten erster Grüner Pfirsichblattläuse sollte für die Anschlussbehandlungen noch einmal 300 g/ha Pirimor-Granulat zum Einsatz kommen. Von Vorteil sind Wasseraufwandmengen oberhalb 250 l/ha mit entsprechend höherem Druck.

Warum ?

Systemisch wirkende Produkte wie Teppeki oder Mospilan (Einsatz nur einmal in der Spritzfolge möglich) sollten wegen des Verdünnungseffektes nicht zu früh eingesetzt werden. Außerdem muss ein entsprechender Blattapparat vorhanden sein, um die gewünschte Wirkstoffaufnahme zu erreichen. Das ist nur bei größeren Pflanzen möglich. Eine Behandlung macht daher erst ab dem 6-8 Blatt-Stadium Sinn. Hier kann dann auch eine gewisse Dauerwirkung erzielt werden.

Wie gehabt gelten zwischen NAK- und Insektizidbehandlung folgende Wartezeiten:

•        erst Herbizide, dann Insektizid → mind. 3 Tage Wartezeit
•        erst Insektizid, dann Herbizide → mind. 1 Tag Wartezeit

Eine Kombination der beiden Maßnahmen in einer Behandlung ist nicht möglich.

 

 

 


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