11.10.2018 Überregional

Mangelhafte Entwicklung der Zwischenfrüchte

Mögliche Konsequenzen für 2019

Die diesjährige Trockenheit spiegelt sich im Zustand der Zwischenfrüchte wider (siehe auch Bilderkarussell):

  • Viele Zwischenfrüchte wurden sehr spät gesät (vorher nicht möglich) und sind daher in der Entwicklung zurück
  • Die Bestände stehen im Wachstum (Trockenheit) und zeigen Trockenstress
  • Einige Bestände sind sehr schlecht aufgelaufen und stehen lückig; tlw. kommen Unkraut und Ausfallgetreide durch
  • Manche früh gesäte Bestände blühen schon, trotz sehr geringen Masseaufwuchses (vor allem Senf und Gräser). Dies ist ein erstes Zeichen von Notreife. Eine ausreichende Massebildung ist damit ausgeschlossen
  • Vereinzelt Schäden durch Vorfruchtherbizide (Mais)

 

Was bedeutet dies pflanzenbaulich, insbesondere in Hinblick auf das Anbaujahr 2019 (vorbehaltlich der Folgewitterung)?

  • Es wird nicht genug Stickstoff organisch gebunden; entweder führt dies zu hohen Nmin-Werten im Frühjahr oder zu erhöhter Auswaschung durch Winterniederschläge

    • Eventuell muss die N-Düngung 2019 angepasst werden

  • Die Durchwurzelung des Bodens bleibt begrenzt, es kommt nicht zu einer Auflockerung des Bodens

    • Eventuell muss in 2019 eine nicht planmäßige Lockerung durchgeführt werden

  • Unkraut kann sich gut entwickeln

    • Ein Totalherbizid-Einsatz gegen die Altverunkrautung ist 2019 wahrscheinlich notwendig


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