01.06.2018 Appeldorn

Was den Rüben jetzt gut tut…

Bordüngung zum Reihenschluss
Auch seitliche Fäulen können Folge von Bormangel sein

Sicherlich würde nicht nur vielen Rübenbeständen jetzt ein schöner „Landregen“ gut tun, doch bisher konnte die Rübe der Hitze und Trockenheit gut trotzen.

Vereinzelt kamen Anfragen zur Beregnungswürdigkeit von Rüben zum jetzigen Zeitpunkt. Diese ist aber nicht gegeben, das Schlaffen der Blätter in der Mittagshitze ist eher als Verdunstungsschutz und weniger als Trockenschaden zu interpretieren.

Früher als im letzten Jahr befinden sich viele Bestände schon im Reihenschluss, genau der richtige Zeitpunkt also für die Bordüngung!

Etwa 500g/ha Bor sollten jetzt ausgebracht werden, um Mangelsituationen vorzubeugen. Gerade Trockenheit führt zu einer geringen Verfügbarkeit von Bor, außerdem ist auf vielen Hochertragsstandorten in den letzten Jahren ein zunehmender Bormangel festzustellen.

Ziel bei der Ausbringung von Bor ist es, dass das Bor an den Rübenkopf bzw. -körper gelangt und dort von den Feinwurzeln aufgenommen wird. Optimal gelingt dies mit einer Applikation auf die Blätter mit viel Wasser, vor Regen oder auch morgens im Tau, so dass die Blätter als Trichter für die Spritzflüssigkeit dienen.

Bei Bedarf können weitere Mikronährstoffe (z.B. Mn) zugemischt werden. Unterbleiben sollte die Mischung mit Insektiziden (keine Notwendigkeit und Wirkungsverlust) und derzeit mit Fungiziden (keine Notwendigkeit).


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