09.09.2016 Appeldorn

Roden oder warten?

Schwache Rüben zuerst

In Teilen des Einzugsgebiets der Zuckerfabrik Appeldorn hatten die Rüben in diesem Jahr unter  extremen Witterungsbedingungen zu leiden. Im Zeitraum Mai bis Juni fielen besonders hohe Niederschläge, sodass die durchschnittlichen Jahresniederschläge teilweise schon Ende Juni erreicht waren. Ab Mitte August folgten länger anhaltende Trockenphasen. Aus diesem Grund sehen die Rüben auf vielen Schlägen nicht besonders gut aus. So wird oft überlegt, gerade diese Rüben lange stehen zu lassen, um den Ertrag zu sichern.

Die Proberodung in der 35. Kalenderwoche hat gezeigt, dass zwar der Rübenertrag unter dem 5-Jahresdurchschnitt liegt, dies aber zum großen Teil durch den hohen Zuckergehalt ausgeglichen wird.

Folgende Faktoren sprechen aber gerade auf den von den Niederschlägen betroffen Flächen für eine frühere Rodung:

  • Ein hoher Ertragszuwachs ist im Moment nicht zu erwarten.
  • Eventuelle Niederschläge fördern einen Blattneuaustrieb, der wiederum Zuckerertrag kostet.
  • Die Niederschläge könnten, gerade auf den verdichteten Böden die Gefahr von Rübenfäulen erhöhen.

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