07.07.2016 Überregional

Massive Niederschläge lassen Strukturschäden erkennen

Wuchsdepressionen deutlich sichtbar

Dieses Jahr findet man, vor allem in den westlichen Anbaugebieten, wo sehr viel Niederschlag gefallen ist, Teilflächen oder Streifen, die sich optisch vom Rest der Fläche unterscheiden. Die Rübenkörper sind deutlich reduziert und die Blätter präsentieren sich farblich blassgrün bis gelb und werden vermutlich den Reihenschluss kaum erreichen (siehe Fotos). Der Grund dafür sind Strukturschäden im Boden, die durch Bodenbelastungen, insbesondere Befahrungen zur unpassenden Zeit, in der Vorkultur oder auch im aktuellen Frühjahr vor der Saatbettbereitung entstanden sind (z. B. bei der Gülleausbringung) und eine normale Versickerung des Regenwassers behindern. Derart betroffene Rübenwurzeln sind meist stark verfault.

Aktuell besteht hier keine Möglichkeit zur Abhilfe. Dennoch können innerhalb der Fruchtfolge solche Problembereiche durch eine tiefe Bodenlockerung bei trockenen Bedingungen aufgebrochen und durch die Wurzelmasse von Zwischenfrüchten stabilisiert und verbessert werden.

Hier wurde im Vorjahr unter nassen Bedingungen geerntet
Fahrspur nach Gülleausbringung vor der Rübenaussaat

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