04.09.2015 Appeldorn

Was tun bei Hagelschäden?

Auf einer schmalen Schneise kam es zwischen Weeze, Emmerich und Borken am Wochenbeginn zu lokalen Hagelereignissen. Neben dem Mais ist natürlich auch die Rübe vom Hagel in Mitleidenschaft gezogen worden. Zerstörte Blattfläche und angeschlagene Rübenköpfe sind die Folge.

Die Rübe ist grundsätzlich sehr widerstandsfähig und hat die Eigenschaft auf einen Blattverlust mit verstärkter Blattneubildung zu reagieren. Die Blattneubildung kostet allerdings Energie, weshalb die Rübe zunächst an Zuckergehalt verliert.

Für Betroffene stellt sich dennoch die Frage: „Was kann ich tun?“

Eine Fungizidmaßnahme ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht notwendig, da die zerstörten Blätter keinen Wirkstoff aufnehmen und die jungen Blätter jetzt noch nicht geschützt werden können. Auch eine spätere Fungizidmaßnahme ist aufgrund des fortgeschrittenen Zeitpunkts wahrscheinlich nicht mehr erforderlich.

Der Einsatz von Blattdüngern ist wegen der fehlenden Aufnahmefähigkeit der Blätter ebenfalls nicht hilfreich und somit kann man nur abwarten und der Rübe Zeit geben um den Schaden wieder auszuwachsen.

Besonderes Augenmerk sollte allerdings auf stark betroffene Flächen gelegt werden, bei denen auch die Rübenköpfe Verletzungen aufweisen. Die Verletzungen sind nicht selten Eintrittspforten für Fäulniserreger. Bei entsprechendem Verdacht sollte ein früher Liefertermin angestrebt werden.


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