23.05.2014 Überregional

Was wurde aus dem durchgewachsenen Ölrettich?

Erfahrungen aus 2014

Schon vor der Aussaat der Zuckerrüben bereitete der durchgewachsene Ölrettich vielen Betriebsleitern und Beratern Kopfschmerzen. Glyphosatbehandlungen und Abschlegeln im Frühjahr führten nicht zu dem erhofften Erfolg. In der Konsequenz zeigten sich kräftige Ölrettichpflanzen in den aufgelaufenen Rüben.

Wir berichteten über mechanische und chemische Lösungsansätze, die in der Praxis diskutiert wurden, um dem austreibenden Ölrettich Herr zu werden.

Inzwischen kann Folgendes festgestellt werden:

  • Mit der tiefen Maschinenhacke können flachliegende Ölrettiche an die Oberfläche gezogen werden und dort bei entsprechendem Wetter vertrocknen.
  • Der Einsatz einer Reihenfräse war keinesfalls effektiver als die Hacke und hatte eine deutlich geringere Arbeitsleistung.
  • Zwischenreihen-Behandlungen mit nicht selektiven Herbiziden und speziellen Schutzeinrichtungen sind möglich, aber nicht ohne Risiko für die Zuckerrüben.
  • Die mehrfache Debut-Anwendung (ab insgesamt ca. 60 g/ha in 2 – 3 Gaben)  im Rahmen der normalen Unkrautbekämpfung hat den Ölrettich nachhaltig bekämpft. Auch die Rettiche scheinen soweit geschädigt, dass zurzeit kein Neuaustrieb zu befürchten ist.

Damit wird der Ölrettich auch in Zukunft seine besondere Bedeutung bezüglich Nematodenbekämpfung und Förderung der Bodenstruktur im Zuckerrübenanbau behalten. 

 

vorhernach Behandlung mit Debut

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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