Gut etablierte Zwischenfrüchte stabilisieren Zuckererträge und verbessern die Bodenstruktur sowie den Humusaufbau. Bei der Artenwahl sind Fruchtfolge, Standort, Wasserverfügbarkeit und phytosanitäre Risiken entscheidend. Eine Pflicht zur Verwendung von Zwischenfruchtmischungen besteht nicht mehr.
In rübenintensiven Fruchtfolgen haben sich Reinsaaten von nematodenresistentem Ölrettich (25–30 kg/ha) oder Weißem Senf (20–25 kg/ha) mit Resistenznote 1 oder 2 bewährt. Sie reduzieren Heterodera schachtii, unterdrücken Unkräuter und durchwurzeln den Boden intensiv.
Bei geringerer Rübendichte rücken die Anforderungen anderer Kulturen stärker in den Fokus, z. B. der Verzicht auf Kreuzblütler in Rapsfruchtfolgen oder ein geringer Wasserbedarf in trockenen Regionen. Kritische Arten wie Buchweizen sollten in Zuckerrübenfruchtfolgen vermieden werden, da sie schnell aussamen und schwer zu bekämpfen sind.
Verwenden Sie hochwertiges Saatgut und verzichten Sie auf „Exoten“, um die Einschleppung problematischer Unkrautsamen zu vermeiden. Augenscheinlich günstiges Saatgut wird oft in den Folgejahren teuer.
Unterstützung bei der Wahl passender Arten und Mischungen bietet der LIZ Zwischenfrucht-Mischer, bei Fragen hilft Ihre Anbauberatung weiter.
