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Wie überleben Läuse kalte Winter?

| Überregional
Quelle: LWK/PSD (B. Stanke)

Keine Entwarnung aufgrund von Eigelege

Nicht nur zahlreiche Wildtiere, sondern auch Schadinsekten wie die Grüne Pfirsichblattlaus und die Schwarze Bohnenlaus sind in der Lage, niedrige Temperaturen zu überstehen. Bei Blattläusen lassen sich dabei zwei unterschiedliche Überwinterungsformen unterscheiden:

Überwinterung als Larve oder ausgewachsenes Tier:
Diese Form der Überwinterung (anholozyklisch), häufig auf krautigen Pflanzen, ist unter den Witterungsbedingungen der letzten Wochen als gering einzustufen. Starken Frösten können die Läuse in der Regel nicht trotzen, sodass ein Großteil der Population bei anhaltend tiefen Temperaturen abstirbt.

Überwinterung als Ei:
Im Herbst legen die Blattläuse ihre Eier an den jeweiligen Winterwirten ab – die Grüne Pfirsichblattlaus vor allem an Steinfrüchten wie Pfirsich oder Schlehe, die Schwarze Bohnenlaus unter anderem am Pfaffenhütchen. Die Eigelege befinden sich meist zwischen Knospen und Stamm junger Triebe. Diese Eier sind gegenüber Nässe, Kälte und Frost äußerst widerstandsfähig und werden durch winterliche Witterung nur geringfügig beeinträchtigt. Aus den schlüpfenden Larven entwickeln sich im Frühjahr geflügelte Blattläuse, die an Zwischenwirten Viren aufnehmen und weiter verbreiten können.

Grundsätzlich gilt:

Je tiefer und länger anhaltend die Frostperioden sind, desto geringer ist die Anzahl der Blattläuse, die den Winter überstehen. Ein strenger Winter kann den Populationsaufbau im Jahr 2026 zwar verzögern, aufgrund des vorhandenen Viruspotenzials kann jedoch keine Entwarnung gegeben werden.

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