Großpolen (Wielkopolska) blickt 2025 auf ein insgesamt warmes, aber in der Vegetationsperiode nicht durchgehend „komfortables“ Jahr für Zuckerrüben zurück. Die Jahresmitteltemperatur lag bei 10,15 °C, dazu kamen 58 Sommertage über 25 °C und 11 Tropentage mit über 30 °C. Gerade die Hitzespitzen sind in Kombination mit Niederschlagspausen und leichteren Böden auch für Zuckerrüben herausfordernd. Insgesamt wurden 542 mm an 143 Regentagen an der LIZ-Wetterstation in Gostyń gemessen. Im direkten Vergleich zum Niederschlagsdurchschnitt der letzten 10 Jahre von Großpolen mit ~614 mm ist das Jahr 2025 vom polnischen Institut für Meteorologie und Wasserwirtschaft (IMGW) als trocken dokumentiert.
Die Aussaatbedingungen waren hinsichtlich der ausgeglichenen Bodenfeuchte optimal, jedoch kam es bis Mitte April noch zu Frostnächten. Bis Ende April konnten die Zuckerrübenschläge flächendeckend bestellt werden. Eine stockende Jugendentwicklung erforderte optimal geplante Herbizidmaßnahmen. Zusätzlich kamen vielerorts im Mai und Juni Hackmaschinen und Bandspritzen durch die Kollegen der Pfeifer & Langen Polska zum Einsatz, um die Flächen unkrautfrei zu halten. Ab Mitte Juni wurden schon südlich der Zuckerfabrik Miejska Górka die ersten Cercospora-Blattflecken bonitiert. Bis August waren in ganz Großpolen Fungizidmaßnahmen zum Schutz des Blattapparats notwendig. Unterstützt wurden diese durch notfallzugelassenen Kupfereinsatz. Die Rodebedingungen waren zum Kampagnestart im September sehr gut und konnten bis Ende November abgeschlossen werden. Frostereignisse ab Dezember erschwerten das Aufdecken der Rübenmieten und die Rübenverladung. Dies verlängerte die Kampagnendauer, besonders für die Zuckerfabrik Środa, um alles zu ernten und zu verarbeiten, was gewachsen ist!