Ob eine Stickstoffnachdüngung im Rahmen der zulässigen maximalen N-Mengen aus der Düngebedarfsermittlung notwendig ist, ist wie immer eine witterungsabhängige und flächenspezifische Entscheidung.
Sinnvoll ist die Düngemaßnahme zum 2. – 4. Laubblattpaar. Die N-Düngung zu deutlich größeren Rüben ist weniger ertragswirksam. Sie gefährdet die Rübenqualität und kann dadurch sogar zu geringeren Zuckererträgen führen. Beim Einsatz gekörnter Dünger kann es außerdem zu Verätzungen im Bereich der Herzblätter kommen. Alternativ zu gekörntem Dünger ist auch der Einsatz von AHL möglich. Dabei sollte die Düngung grobtropfig, bei trockener Blattoberfläche und bedecktem Himmel, mit einigen Tagen Abstand zu Herbizidanwendungen, pur oder verdünnt im Verhältnis von 1 (AHL) zu mindestens 3 (Wasser) erfolgen.
In diesem Jahr wurden wegen der starken Winterniederschläge geringere Nmin-Werte im Frühjahr gemessen. Wurde dies bei der bisherigen Düngung nicht ausreichend berücksichtigt, kann man jetzt noch nachsteuern.
Nutzen Sie für eine flächenspezifische Kalkulation unser Tool LIZ Npro. Alternativ stehen wir auch gerne persönlich zur Verfügung.