Beratende Institutionen empfehlen regelmäßig einen Wirkstoffwechsel zwischen fungiziden Maßnahmen, um Resistenzentwicklungen vorzubeugen. Bei Cercospora ist das besonders wichtig, da der Pilz auf jedem einzelnen Zuckerrübenfeld eine hohe „genetische“ Vielfalt aufweist. Hinzu kommt, dass jüngste Studien gezeigt haben, dass diese Vielfalt durch sexuelle Reproduktion immer wieder neu entsteht und weitergegeben wird.
Setzen Sie ein Fungizid ein, stirbt ein großer Teil der Cercospora-Population ab. Einzelne Individuen können jedoch aufgrund ihrer genetischen Ausstattung überleben. Erfolgt kein Wirkstoffwechsel, vermehren sich diese weiter und werden gezielt selektiert. So kann sich auf Ihrem Acker eine resistente Population entwickeln, wodurch das eingesetzte Fungizid künftig an Wirkung verliert bzw. nicht mehr eingesetzt werden kann.
Ein Wirkstoffwechsel und der Einsatz von Kupfer ermöglichen Ihnen also, dass Sie auch in Zukunft Zuckerrüben anbauen können.
