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Derzeit läuft die 218. Rübenkampagne

|Überregional
Franz Carl Achard (1753 -1821)

Rübenzucker eine Erfolgsgeschichte

Vor etwa 220 Jahren wandelte sich die Welt. Dem deutschen Naturwissenschaftler Franz Carl Achard (1753 – 1821) war es gelungen, weißschalige Rüben („Weiße schlesische Rüben“) mit einem Zuckergehalt von über 5 % zu züchten und diesen Zucker in der weltweit ersten Rübenzuckerfabrik zu extrahieren.

Im schlesischen Cunern entwickelte und erbaute Achard mit einem Darlehn des preußischen Königs Friedrich Wilhelm III. eine technische Anlage zur Gewinnung von Zucker aus Rüben. Die erste Zuckerrübenkampagne der Welt (1801/02) hatte eine Verarbeitungsmenge von 250 t Rüben und lieferte im März 1802 den ersten industriell produzierten Rübenzucker.

Das Werk Achards sollte die Welt auf den Kopf stellen. Durch die erfolgreiche Gewinnung von Zucker aus Rüben wurde das Zuckermonopol der Rohrzucker produzierenden Kolonialmächte beendet. Das einstige Luxusgut Zucker entwickelte sich nach und nach zu einer Massenware.

Seit den 1830er Jahren wurde die Rübenzuckerherstellung zu einer blühenden, hocheffizienten Industrie, die Schrittmacher für zahlreiche Produktionsprozesse des beginnenden Maschinenzeitalters war (Extraktion, Filtration, Verdampfung und Kristallisation, Zentrifugentechnik, Trocknung und mehrfache Abdampfverwertung).

Um 1890 ist der Siegeszug der züchterisch deutlich weiterentwickelten Zuckerrübe (ZG >16 %) nicht mehr aufzuhalten. Deutschlandweit entstehen Zuckerfabriken, und zwar vor allem in ländlichen Gebieten, die sonst nicht von der Industrialisierung erfasst worden wären. Die Zuckerindustrie ist zu diesem Zeitpunkt wichtiger Motor des technischen Fortschritts in Deutschland.

Pfeifer & Langen ist mit seiner bereits 1872 gegründeten Fabrik in Elsdorf und der 1879 gegründeten Fabrik in Euskirchen maßgeblich an dieser Entwicklung beteiligt.

 

 

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