Das diesjährig frühe Auftreten von Cercospora-Blattflecken, gefolgt von Cercospora-förderlicher warmfeuchter Witterung führte dazu, dass viele Betriebe bereits Ende Juli/Anfang August ihre zweite oder gar dritte Fungizid-Behandlung fahren mussten. Auch Ramularia und Rost profitierten.
Die aktuell sehr trockene Cercospora-ungünstige Witterung erlaubt es, eine Folgebehandlung über die pauschale Wirkungsdauer von zwei bis drei Wochen der letzten Behandlung hinauszuschieben.
Außerdem ist auf Beständen unter Trockenstress die Wirkstoffaufnahme nicht gewährleistet. Eine Behandlung lohnt sich also erst wieder beim Auftreten von Niederschlagsereignissen. Ausnahme bilden beregnete Standorte. Diese sollten auf Blattflecken kontrolliert werden. Ist eine Behandlung notwendig, dann sollte sie frühmorgens auf den stehenden Bestand erfolgen.
Ab sofort sind bei früh gerodeten Schlägen die Wartezeiten zu beachten. Diese liegen für Propulse bei sieben Tagen, für Diadem und Panorama bei 28 Tagen.
