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Überregional

Ertragssicherung beginnt mit der Saatgutwahl

Genetik und Beize passend zum Schlag auswählen

Mit der Saatgutbestellung wird die erste wichtige Weiche für hohe Zuckererträge gestellt. Neben der Ertragsleistung sollten die individuellen Anforderungen des Schlages berücksichtigt werden. Moderne Zuckerrübensorten bieten vielfältige Toleranzen: 

Viröse Wurzelbärtigkeit (Rizomania) 

  • ist flächendeckend verbreitet, weshalb alle verfügbaren Sorten tolerant sind 

  • bei Verdacht auf Resistenzbruch stehen Sorten mit erweiterter Rizomania-Toleranz zur Verfügung

Rübenzystennematoden 

  • Nt - Sorten bieten auf belasteten Flächen hohe Anbausicherheit und sind in intensiven Rübenanbaugebieten Standard  

  • auch bei geringem Befall sind sie anbauwürdig, da sie keine Ertragsnachteile gegenüber Standardsorten zeigen 

Rhizoctonia-Wurzelfäule 

  • enge Fruchtfolgen mit Mais oder Feldgras und ungünstige Bodenstrukturen fördern Rhizoctonia  

  • auf gefährdeten Flächen erhöhen tolerante Sorten die Anbausicherheit 

Cercospora und weitere Blattkrankheiten 

  • aufgrund aggressiverer Erreger, günstiger Infektionsbedingungen und eingeschränkter fungizider Wirkstoffpalette gewinnt die Wahl Cercospora-toleranter Sorten an Bedeutung 

  • in Kombination mit passenden Behandlungsterminen wird so der leistungsfähige Blattapparat abgesichert  

SBR und Stolbur 

  • in Befallsregionen können Sortenunterschiede bei der standortbezogenen Sortenwahl berücksichtigt werden 

Die optionale Beizausstattung Buteo Start bietet bei starkem Moosknopfkäferdruck zusätzliche Sicherheit gegen Fraßschäden. Aufgrund der hohen Kosten sollte die Entscheidung für oder gegen Buteo Start schlagspezifisch getroffen werden. Effekte auf virusübertragende Blattläuse sind bislang nicht eindeutig belegt. Zu beachten sind die folgenden Auflagen bei der Aussaat von mit Buteo Start gebeiztem Saatgut: 

  • keine Aussaat bei Windgeschwindigkeiten über 5 m/s (18 km/h) in zwei Metern Höhe 

  • Aussaat ausschließlich mit mechanischem Sägerät 

  • die Einschränkung für drainierte Flächen gilt nicht mehr 

Prüfen Sie vor der Saatgutbestellung, welche Toleranzen benötigt werden und ob eine zusätzliche Beize wirtschaftlich sinnvoll ist. Entscheidend ist die zum Schlag passende Kombination aus Genetik, Beize und Kosten. 

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