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Die Fungizid-Strategie 2026

Früh kontrollieren – gezielt behandeln – Wirkstoffe wechseln

Bestandskontrolle: Die Fungizidstrategie 2026 setzt weiterhin auf einen konsequenten und möglichst infektionsabhängigen Schutz vor Cercospora. Entscheidend ist die frühe Bestandskontrolle, die sich zeitlich an Prognosemodell, Warndienst oder dem Blattkrankheiten-Monitoring (startet nächste Woche) orientieren kann. 

Für die Mittelwahl gilt: Wirkstoffe wechseln und die Wirkung absichern. In der Strategie 2026 stehen Propulse, Panorama, Diadem und Univoq im Fokus. Kupferpräparate (zugelassene Mittel in der Wirksamkeitstabelle) sollten möglichst bei jeder Behandlung zur Wirkungsabsicherung und zum Resistenzmanagement mitgenommen werden. 

Die Erstbehandlung erfolgt beim Auftreten der ersten Cercospora-Blattflecken (Achtung: Verwechslungsgefahr mit Bakteriellen Blattflecken). 

  1. Bei anfälligen Sorten und sehr frühem Befallsrisiko, wenn erste Cercospora-Blattflecken regional auftreten, ist eine Vorlage mit Kupfer zum präventiver Schutz und Verzögerung des Fungizideinsatzes sinnvoll; die erste Fungizidbehandlung erfolgt dann ohne Kupfer. 

  2. Bei Befallsbeginn im Juli und dem Anbau einer mittelanfälligen Sorte ist eine Kupfervorlage nicht notwendig. 

  3. Bei resistenten Sorten und dem Auftreten von Rost kann Diadem mit seiner starken Rostwirkung zur ersten Behandlung eingesetzt werden. 

Folgebehandlungen sollten bei anhaltenden Infektionsbedingungen nach zwei bis drei Wochen, je nach Sorte, Witterung und Wirksamkeit der Fungizide (siehe Wirksamkeitstabelle) erfolgen. Ohne warmfeuchte Infektionsbedingungen sollte trotz nachlassender Wirkungsdauer die Folgebehandlung abgewartet werden. Zur optimalen Terminierung hilft Ihnen, sofern gebucht, der LIZ-Cercosporawarnservice - Die Anmeldephase für die Saison 2026 ist bereits geschlossen. 

Spätbehandlungen sind nur sinnvoll, wenn die Bestände noch gesund sind und spät gerodet werden. 

Vorsicht bleibt bei tetraconazol-, difenoconazol- oder strobilurinhaltigen Fungiziden geboten, da hier mit verminderter Cercospora-Wirkung zu rechnen ist. Auch prothioconazolhaltige Soloprodukte bergen ein erhöhtes Resistenzrisiko und sollten, wenn unvermeidbar, nur mit Wirkungsabsicherung durch ein Kontaktfungizid eingesetzt werden.  

Weitere Informationen bieten die aktualisierten LIZ-Entscheidungshilfen „Fungizide Wirkung“, „Fungizidstrategie 2026“ und „Blattkrankheiten erkennen und kontrollieren“. 
 

Bitte beachten Sie auch unser aktuelles LIZ-Webinar „Blattkrankheiten erfolgreich regulieren“: 
Sie können an folgenden Terminen teilnehmen: 

Donnerstag, 25. Juni 19:00–20:00
teams.microsoft.com/meet/32224447458124

Freitag, 26. Juni 08:30–09:30
teams.microsoft.com/meet/375018435791875

Über Ihre Fragen und Anregungen freut sich:

Ihr LIZ-Team
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