Trockene und warme Witterung kann auch in diesem Jahr das Auftreten der Rübenmotte begünstigen. Mit der Notfallzulassung von Coragen steht uns erneut ein wirksames Mittel zur Bekämpfung von Eiern und Larven zur Verfügung.
Minierfraß und nachfolgende Fäulnis können erhebliche Schäden an den Rüben verursachen; die Symptome ähneln häufig denen von Bormangel. Hinweise auf Befall sind Kotstellen, Fraßschäden sowie aus dem Bestand auffliegende Falter. Einen genaueren Überblick ermöglichen Pheromonfallen. Die Schadschwelle liegt von Mai bis Juli bei 40 % befallenen Pflanzen mit sichtbaren Kotstellen.
Coragen enthält den systemischen Wirkstoff Chlorantraniliprole. Die Genehmigung gilt vom 21.05. bis 17.09.2026. Das Mittel darf maximal zweimal im Abstand von mindestens 10 Tagen mit 0,125 l/ha in 300–800 l Wasser/ha ausgebracht werden. Die Wartezeit beträgt 28 Tage. Empfohlen wird eine hohe Wasseraufwandmenge zur gezielten Applikation ins Herz der Rübe sowie der Zusatz eines zugelassenen Netzmittels (z. B. Kantor, BREAK-THRU SP 133) zur besseren Benetzung.

