Nach der seit Juni anhaltenden Trockenheit sorgte die feuchtere Witterung ab Mitte August für günstigere Infektionsbedingungen für Cercospora, wogegen verbreitet mit Fungizidmaßnahmen reagiert wurde. Die Befallshäufigkeit ist aufgrund der günstigen Infektionsbedingungen zwar angestiegen, lag in der vergangenen Woche mit rund 28 % im Mittel aller Standorte jedoch nur etwa halb so hoch wie im Vorjahr. Auch die Befallsstärke, als Maß des eigentlichen Schadpotenzials, blieb mit durchschnittlich 1,1 % auf einem sehr niedrigen Niveau.
Unter diesen Umständen und mit Blick auf die zunehmend kühlere Witterung ist auch bei spät gerodeten Beständen nur noch mit einer eingeschränkten Befallsentwicklung zu rechnen. Zusätzliche Fungizidmaßnahmen sind daher in der Regel nicht mehr erforderlich. Zur Gewissheit wird in KW 43 die Befallsstärke spät gerodeter Bestände nochmals kontrolliert. Über die Ergebnisse werden wir Sie informieren.
Das reguläre Blattkrankheiten-Monitoring sowie der Cercospora-Warnservice enden in der kommenden Woche. Ab März 2027 können Sie sich bei der Flächeneinzeichnung in field2factory wieder für den flächenspezifischen Cercospora-Warnservice registrieren.


