Die Ergebnisse des Blattkrankheiten-Monitoring zeigen für 2025 eine ähnlich hohe Behandlungsintensität wie im Vorjahr (Grafik 1). Damit setzt sich der Trend einer jährlich steigenden Anwendungshäufigkeit fort. Bemerkenswert ist jedoch, dass die Intensität des Fungizideinsatzes trotz deutlich geringerem Cercospora-Befall als 2024 nicht zurückging.
Auffällig ist vor allem die zeitliche Vorverlegung der Maßnahmen (Grafik 2). Die Erstbehandlung erfolgte durchschnittlich bereits um den 11. Juli – etwa fünf Tage früher als 2024. Auch zweite und dritte Behandlungen wurden um sechs bis acht Tage vorgezogen. Offenbar führte die konsequente Wachsamkeit vieler Betriebe dazu, dass Behandlungen präziser terminiert durchgeführt wurden – und das zeigte vermutlich im Zusammenspiel mit Sortenwahl und Cercospora-unfreundlicher Witterung seine Wirkung.
Auch regional betrachtet finden sich deutliche Unterschiede im Behandlungszeitpunkt. Im Rheinland, wo der Cercospora-Befall am frühesten auftrat, wurden die ersten Behandlungen ebenfalls früher vorgenommen (Grafik 3).