Der Großteil der Standorte des Blattkrankheiten-Monitoring verzeichnet mittlerweile Befallshäufigkeiten über 45 %. Im Durchschnitt aller Werke liegt die aktuelle Befallshäufigkeit bei 61,9 %. 2024 lag der Wert im gleichen Zeitraum bei 86,7 % und somit deutlich höher.
Für einzelne Betriebe mit späten Rodeterminen stellt sich dennoch die Frage, ob eine letzte Fungizidmaßnahme, wenn nicht bereits kürzlich erfolgt, zur Ertragsabsicherung notwendig ist. Entscheidend ist an dieser Stelle auch die Ausprägung der Befallsstärke, welche den befallenen Anteil der Blattfläche angibt. Noch gesunde Bestände sind schützenswert. Eine Behandlung sollte bei fehlendem Schutz und hohem Infektionsrisiko in den kommenden Tagen in Betracht gezogen werden, um Blattverlust und folglich Blattneuaustrieb zu verhindern.
Seit dem 20.08. wird daher von allen Beteiligten des Blattkrankheiten-Monitoring zusätzlich die Befallsstärke bonitiert. Aktuell liegt diese noch auf einem geringen Niveau von 2,3 % im Mittel aller Werke. 2024 lag der Wert im gleichen Zeitraum bereits bei 9,4 %. Eine Erhebung der Befallsstärke ist aber auch für eine retrospektive Einschätzung des Behandlungserfolgs aber auch der Sortenanfälligkeiten interessant. Daher wird das Blattkrankheiten-Monitoring mit einer Erhebung der Befallsstärke nochmals am 24.09. (KW 39) und zusätzlich am 22.10. (KW 43) durchgeführt. Die gewonnenen Erkenntnisse werden wir Ihnen in den kommenden Wochen mitteilen.