Wie bereits in der Kurzmeldung vom 14.11.2024 dargestellt, wurde auf den diesjährig hohen Cercosporadruck mit einem hohen Bekämpfungsaufwand reagiert.
Auffällig ist, dass dabei in allen Regionen der Einsatz von Propulse, Diadem und Panorama deutlich dominierte (Grafik 1). Strobilurin-, tetraconazol- und difenoconazolhaltige Fungizide wurden zu knapp einem Drittel in der Region Könnern, sporadisch in Lage und selten im Rheinland angewendet.
Kupferpräparate wurden im Schnitt über alle Monitoringstandorte zu 28 % der Fungizidbehandlungen, dabei am häufigsten in der Region Jülich (zu 44 % der Fungizidbehandlungen), beigemischt. Yukon und Funguran Progress kamen am häufigsten zum Einsatz (Grafik 2).
Vergleicht man die Befallshäufigkeit unbehandelter und mindestens 3-fach behandelter Standorte, so fällt auf, dass durch den Fungizideinsatz die Ausbreitung von Cercospora-Blattflecken deutlich verlangsamt werden konnte (Grafik 3). Auch wenn ab September unbehandelte und selbst intensiv behandelte Standorte kaum noch befallsfreie Blätter aufwiesen, so wurde am Beispiel der Region Jülich mit Fungizideinsatz die Befallsstärke deutlich reduziert (Grafik 4). Durch die Gesunderhaltung der Blattmasse können so Ertragseinbußen verhindert werden.
In den kommenden Kurzmeldungen werden wir Ihnen weitere Hintergründe zur diesjährigen Befallssituation und zu den standortspezifischen Befallsunterschieden präsentieren.
Weitere Informationen zur Befallsentwicklung und standortbezogene Informationen finden Sie außerdem im Blattkrankheitenmonitoring.