Seit Wochenbeginn beobachten wir im gesamten Rheinland auf mehr als 50 % der Monitoringstandorte eine kontinuierliche Zunahme des Befalls der Grünen Pfirsichblattlaus. Dieser liegt häufig deutlich über der Bekämpfungsschwelle von 10 %. Die warme und trockene Witterung der kommenden Tage schafft Potenzial für weiteren Befallsanstieg. Auffällig ist, dass derzeit kaum Schwarze Bohnenläuse auftreten – anders als in den Vorjahren, in denen diese meist zuerst zu finden waren.
Kontrollieren Sie Ihre Bestände daher dringend und sorgfältig! Grüne Pfirsichblattläuse sind häufig schwer zu erkennen: Im Gegensatz zur Schwarzen Bohnenlaus treten sie unauffällig auf, bilden keine Kolonien und verursachen keine Blattkräuselungen. Eindeutige Bestimmungsmerkmale finden Sie HIER.
Planen Sie notwendige Insektizidmaßnahmen nach der aktuellen STRATEGIE ein.
Einsatz von Pirimor G:
bei sehr jungen Rüben
bei starkem Befall, um den Infektionsdruck zügig zu senken
als einzig möglicher Mischpartner bei der 3. NAK
Nachteile: nur kurze Wirkdauer; rascher Neubefall ist aktuell sehr wahrscheinlich; geringere Wirkung bei hohen Temperaturen und Wind
Einsatz systemischer Mittel (Teppeki, Sivanto Prime oder Mospilan SG):
als Folgebehandlung nach Pirimor G
auf drainierten Flächen
für länger anhaltenden Schutz, auch gegen möglichen Neubefall
wichtig bei der Anwendung: mit zugelassenen Netzmitteln (z. B. Kantor, BREAK-THRU SP 133), hoher Wasseraufwandmenge, ohne Mischpartner und möglichst morgens behandeln, da offene Stomata und höhere Luftfeuchte die Wirkung unterstützen


