Im Anbaugebiet Könnern hat sich die Schilf-Glasflügelzikade seit dem vergangenen Jahr von der Landesmitte Sachsen-Anhalts aus in Richtung Harzvorland, Saalekreis, Thüringen und Niedersachsen auf weitere, bisher befallsfreie Gebiete ausgebreitet. An den bereits bekannten Befallsstandorten ist eine leichte Zunahme der Fangzahlen zu beobachten. Innerhalb der Modellregion Elbtalaue östlich von Magdeburg, in der größtenteils auf den Anbau von Winterweizen als Folgekultur der Zuckerrübe verzichtet wurde, bleiben die Fangzahlen hingegen nahezu auf dem Niveau des Vorjahres.
In den Befallsgebieten beobachten wir aktuell die ersten Symptome des SBR-Krankheitskomplexes in Form von Vergilbungen der Blattspitzen und Gummirüben. Diese treten in diesem Jahr später als üblich auf. Wie hoch die daraus resultierenden Schäden ausfallen werden, ist derzeit noch offen.
Zur weiteren Einordnung wird aktuell ein Flächenmonitoring durchgeführt. Dabei werden die Bestände auf Symptome bonitiert und auffällige Rüben bei der LLG Sachsen-Anhalt analysiert, um den tatsächlichen Krankheitsbefall festzustellen.
Genauere Ergebnisse und Einschätzungen werden wir Ihnen auf unseren Winterveranstaltungen vorstellen.

