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Zuckerrübenschläge auf Frostschäden kontrollieren

|Könnern

Was tun?

Früh gesäte Schläge im Zeitraum bis 28. März könnten durch Frostnächte um Ostern herum geschädigt worden sein.

Vereinzelt sind leichte, unkritische Schädigungen an den Keimblattspitzen zu erkennen. Diese sind gräulich-grün bis schwarz verfärbt, jedoch ist der Vegetationskegel noch grün. Aber einige Pflanzen sind auch bis in den Vegetationskegel erfroren. Schläge mit nur geringer Bodenrückverfestigung sind besonders gefährdet. Gut rückverfestige Drill-Reihen sind in der Regel nicht betroffen.

Um einen Frostschaden rechtzeitig zu erkennen, muss die junge Rübenpflanze aus der Erde gehoben werden. Sind Einschnürungen am Hypokotyl zu erkennen, muss mit einem Pflanzenverlust gerechnet werden. Federt der Zuckerrübenkeimling beim Bewegen im Boden in seine ursprüngliche Lage zurück, kann von einer vitalen Pflanze ausgegangen werden. Geschädigte Pflanzen leisten keinen Widerstand und bleiben dann seitlich liegen.

Sollten Frostschäden sichtbar sein, macht das Anlegen einer Zählstrecke Sinn. Für eine eindeutige Feststellung sollten auf betroffenen ZR-Schlägen (vor allem in Senken) an mehreren Stellen eine Messstrecke von 11 m markiert und der Pflanzenbestand an 2 nebeneinanderliegenden Reihen ausgezählt werden, um den tatsächlichen Pflanzenbestand je ha frühzeitig beurteilen zu können. Gesunde Pflanzenbestände ab 40.000 Pflanzen/ha sind nicht umbruchwürdig. Zur Einschätzung, ob eine Fläche umbruchwürdig ist, hilft Ihnen LIZ Neusaat.

Wenn Sie unsicher sein sollten, bitten Sie Ihren Anbauberater aus Könnern um Hilfe.

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