Auf Ditylenchusflächen empfiehlt sich der Anbau der Sorten Hibou oder der bewährten Lomosa. Daher sollten diese beiden Sorten als mehrjährig geprüfte Sorten zur Reduktion der Fäulnisausprägung auf Ditylenchusflächen bevorzugt angebaut werden.
Auf Flächen mit gleichzeitig hohem Befall von Heterodera schachtii kann auch die Sorte Josephina KWS gesät werden. Allerdings zeigt diese immer etwas variierende Leistungen auf den verschiedenen Versuchsstandorten, so dass Hibou und Lomosa zu bevorzugen sind, sollte die Gefahr von Starkbefall durch Ditylenchus dipsaci drohen.
Eine sehr gute Leistung zeigte auch die Sorte Habicht, allerdings ist diese erst einjährig geprüft. Daher bleibt abzuwarten, ob diese auch im 2. Versuchsjahr stabil bleibt.
Unsere Empfehlung für das Rheinland lautet daher:
- Hibou und Lomosa: als jetzt mehrjährig geprüfte Sorten
- Josephina KWS: bei leichtem bis mittlerem Befallsdruck und gleichzeitiger Heterodera-Problematik
- Habicht: nur zum Ausprobieren, da nur 1-jährig geprüft!