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Hoher Cercosporadruck in 2021

|Euskirchen

Fungizideinsatz wichtig und wirtschaftlich!

Die Anbausaison 2021 war gekennzeichnet durch einen besonders hohen Druck mit Cercospora-Blattflecken. Rost und Mehltau wurden dagegen nur selten und mit geringen Befallsstärken gefunden.
Stark befallene Flächen weisen (in extremen Fällen) bis zu 3 % geringere Zuckergehalte auf. Umgerechnet auf den Zuckerertrag je Hektar führt das zu beachtlichen Erlösverlusten, was den angepassten Fungizideinsatz gerade in einem solchen Jahr hoch wirtschaftlich werden lässt.

Was sind die Gründe für diese Cercospora-Infektionen:

  • Außergewöhnlich starker und üppiger Blattapparat
  • Dadurch ein ideales Mikroklima im Bestand für Pilzinfektionen
  • Niederschläge und Taubildung ließen die Bestände über Tag kaum bis gar nicht abtrocknen
  • Geschütze Bestände durch z.B. Hecken oder auch Mais (kein Wind) waren besonders stark betroffen
  • eine frühzeitige Erstbehandlung war wichtig, ist aber leider teilweise auch zu spät erfolgt
  • Abstände zwischen den Behandlungen waren oft zu groß
  • Zwei, besser drei Behandlungen waren notwendig
  • leistungsfähige Fungizide standen nicht mehr überall ausreichend zur Verfügung
     

Welche Konsequenzen können wir für die Zukunft daraus ziehen?

  • blattgesunde Sorten auswählen
  • Nutzung von Hilfsmittel wie das Blattkrankheitenmonitoring und LIZ-Fungizid, um sich über das Befallsgeschehen zu informieren
  • frühzeitig eigene Bestandeskontrollen durchführen
  • Erstbehandlungen bei Befallsbeginn zügig durchführen, Folgebehandlungen bei entsprechenden Befallsdruck nicht zu weit schieben
  • entsprechend der zur Verfügung stehenden Mittel, Wirkstoffwechsel durchführen
  • Behandlungen nur bei passenden Witterungsbedingungen durchführen

 

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