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Rübenbestände hellen auf

| Überregional

Meist kein Hinweis auf zu geringe N-Düngung

Die aktuelle Trockenheit stresst die Zuckerrüben. Neben den eigentlichen Wassermangelsymptomen (Abnahme des Turgors – bis zu absterbendem Blattapparat) kommen noch indirekte Auswirkungen hinzu. So ist verbreitet ein deutliches Aufhellen der Rübenbestände festzustellen. Viele Landwirte fragen sich, ob eventuell die N-Düngung nicht ausreichend war. In aller Regel liegt aber ein anderer Ursachenkomplex vor:

Die extrem niedrigen Bodenwassergehalte führen zu einer stark eingeschränkten N-Mineralisation im Boden. Gleichzeitig ist der Wasserstrom in Richtung Pflanzenwurzel eingeschränkt ­­– weniger Nährstoffe können zur Pflanze transportiert werden. Letzteres gilt nicht nur für Stickstoff. Auch Mikronährstoffe wie Bor  oder Mangan sind davon betroffen.

Was bedeutet das praktisch?

In Bezug auf die N-Versorgung hilft nur, auf Niederschläge zu hoffen. Ein Nachdüngen, ob über Boden oder Blatt, macht wirtschaftlich und pflanzenbaulich keinen Sinn mehr.
Bei den Mikronährstoffen ist es anders. Hier können mit der bald anstehenden Fungizid-Applikation noch sinnvoll Bor (z. B. 300 g/ha) und Mangan (z. B. 200 g/ha) appliziert werden. Dies ist aber nur auf noch turgeszenten Blättern effizient (früh morgens/spät abends). Diese „späte“ Mikronährstoffgabe ist deshalb interessant, da wir für die nächste feuchtere Phase mit einer verstärkten Blattneubildung rechnen, die gut versorgt werden muss. Auf guten Standorten mit vollständig vitalen Beständen empfehlen wir keine Mikronährstoffgabe mehr.

Nicht alle Rübenbestände präsentieren sich aktuell derart saftig-grün

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