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Wetterlage – Regional unterschiedliche Bedingungen für das Rübenwachstum

|Überregional

Vielerorts sind die Bedingungen besonders wüchsig

Der dritte Extremsommer in Folge neigt sich dem Ende zu. In vielen Anbauregionen haben ein sehr trockener Frühling und ein heißer Sommer vielen Feldfrüchten das Wachstum erschwert. Während es bei den meisten Feldfrüchten zu starken Ausfällen kam, konnte sich die Rübe oft von Niederschlag zu Niederschlag hangeln und ohne größere Ausfälle wachsen. Perfekte Bedingungen sind aber anders.

Das ändert sich jetzt teilweise! In weiten Teilen Deutschlands besonders in Lage und Könnern, kam es im August immer wieder zu starken Niederschlagsereignissen, die dazu geführt haben, dass sich jetzt das pflanzenverfügbare Wasser in den Regionen bei ca. 40-60 % nFK (nutzbare Feldkapazität) befindet. Am Niederrhein und im Raum Jülich blieben größere Niederschläge aus. In Euskirchen fielen stellenweise Richtung Eifel auch kräftigere Niederschläge.

Untersuchungen des IfZ1 haben ergeben, dass bei 50-60 % nFK 140 Tage nach Aussaat die Wachstumsrate am höchsten ist. Das gleiche gilt auch für die Temperatur: Bei Durchschnittstemperaturen von 14-16 °C ist das Wachstum des Rübenkörpers am stärksten.

Der September mit seinen milden Bedingungen sollte also das Wachstum der Rüben in vielen Regionen, pünktlich vor der Ernte, noch einmal kräftig ankurbeln. Auch dieses Jahr konnte die Zuckerrübe scheinbar, ähnlich wie im letzten Jahr, ihre Anpassungsfähigkeiten unter Beweis stellen.

 

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1Kentner, C., Hoffmann, C.M., & Märländer, B. (2006). Effects of weather variables on sugar beet yield development (Beta vulgaris L.). European Journal of Agronomy, 24(1), 62-69. https://doi.org/10.1016/j.eja.2005.05.001

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