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Gibt es Mäuse auf den Rübenfeldern?

| Überregional

Ein regionales Problem in Sachsen-Anhalt

Schaut man sich 2020 die Rübenfelder im Rheinland und in Lage an, so kann man von einem normalen Auftreten der Feldmäuse (Microtus arvalis) reden. Anders im Einzugsgebiet der Zuckerfabrik Könnern: hier finden sich viele Fraßschäden am Rübenkörper, Gänge und Mäuselöcher. Der erhoffte Ertragszuwachs der hier ohnehin niedrigen Rübenerträge ist dadurch zum Teil verloren gegangen, da die Mäuse den Rübenkörper häufig bis auf die äußere Schicht aushöhlen.

Besonders in Gebieten, wo der Anteil an Futterbauflächen, an Winterungen, an Möhren,  Rüben und Mulchsaat hoch ist, verändern sich Mäusepopulationen tendenziell zyklisch und erreichen alle 3 bis 4 Jahre einen Höchstbesatz. Die Erklärung für diese Zyklen liegt in einem Wechselspiel zwischen der hohen Vermehrungsfähigkeit (Tragezeit: 20 Tage, 5-7 Würfe á 4-7 Junge) und den Nahrungs- und Witterungsbedingungen. Jahre mit optimalen Nahrungsangebot und entsprechender Witterung (warmes Frühjahr, warmer, trockener Herbst, milder Winter) sind  Massenvermehrungsjahre. Ab einer bestimmten Populationsdichte wird das Futter jedoch so knapp, dass die Tiere verhungern, die Population zusammenbricht und anschließend einige Jahre benötigt, um wieder ein mittleres Niveau zu erreichen.

Aufgestellte Sitzgelegenheiten für Greifvögel unterstützen die Jagdmöglichkeiten der natürlichen Feinden. Des Weiteren kann durch Pflügen im Spätherbst und Winter das Mäusenest ausgehoben und der Nachwuchs dezimiert werden.

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