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Ein Blick zu unserem EU-Nachbarn im Osten

| Überregional

Zuckerrübenvegetation in Großpolen und Masowien

Auch bei unseren EU-Nachbarn im Osten stehen die Zuckerrüben durch ausgiebige Niederschläge und Sonnenstunden gut dar. Der Fokus liegt zurzeit auf der Gesunderhaltung des Blattapparats, besonders bei den Zuckerrübenflächen für die späteren Rodetermine. Eine zweite Behandlung ist aufgrund der Kombination der hohen Tagestemperaturen und der guten Bodenfeuchte unausweichlich, auch bei „CR+“ Sorten. Die Fungizidstrategie in Polen muss mit einem kleineren Werkzeugkasten an Fungiziden als in Deutschland auskommen, weshalb eine Zumischung mit Kupferpräparaten nicht nur zur Wirkungsabsicherung, sondern auch als Resistenzmanagement Anwendung findet.

Zugleich wird auf einigen Zuckerrübenflächen noch intensiv Weißer Gänsefuß und Rübenschosser beseitigt. Hierfür nutzen die Rübenanabauer eine P&L Polska Dienstleistung bei welcher der Klünder Unkrautzupfer zum Einsatz kommt. Die Ergebnisse sind sehr zufriedenstellend und werden nicht nur die Ernte erleichtern, sondern auch die Mietenlagerfähigkeit der Rüben erhöhen. Unter den Zuckerrüben finden sich oftmals noch Knöteriche und Nachtschatten.

Schäden durch Schwarze Bohnenläuse oder auch viröse Vergilbungen sind in diesem Jahr nicht vorhanden. Dafür zeigte sich ein flächendeckendes Vorkommen der Rübenmotte, aber mit nur wenigen Schäden. In der Woiwodschaft Masowien konnte ab Ende April wieder auf einigen Flächen der Rübenderbrüssler gefunden werden. Die Schäden sind an jungen Rüben durch Rand- oder Lochfraß zu erkennen. Bei einem höheren Befall kommt es zum Kahlfraß.

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