Nach der Rapsernte auflaufender Ausfallraps darf nicht zu lange stehen bleiben. Entwickelt sich der Bestand zu weit, kann er zur unnötigen Vermehrung von Rübenzystennematoden beitragen und damit den nachfolgenden Zuckerrübenanbau belasten.
Entscheidend ist dabei die Temperatursumme nach dem Auflaufen des Rapses: Ab etwa 300 °C Temperatursumme vermehren sich die Nematoden am Ausfallraps. Um dies sicher zu verhindern, sollte der Ausfallraps bereits bei etwa 250 °C Temperatursumme bekämpft werden. Rechtzeitig beseitiger Ausfallraps kann dann sogar einen Beitrag zur Reduzierung von Heterodera schachtii leisten. Hilfestellung dazu liefert der LIZ-Ausfallrapsmanager.
Daher gilt: Ausfallraps jetzt rechtzeitig beseitigen und nicht zu groß werden lassen. Besonders auf Flächen mit engem Rüben-Raps-Anbau oder bekanntem Nematodenbesatz ist eine konsequente Bekämpfung ein wichtiger Baustein des Nematodenmanagements.
