Seit 7 Wochen wird im bundesweiten Zikaden-Monitoring an über 400 Standorten der Zuflug der Schilf-Glasflügelzikaden in Zuckerrübenbestände dokumentiert.
Dabei nimmt in den südlichen Anbaugebieten der Bundesländer Rheinland-Pfalz, Hessen, Baden-Württemberg und Bayern die Anzahl wöchentlich gefangener Schilf-Glasflügelzikaden stark zu. In einzelnen Regionen werden sogar über 100 Zikaden auf den beiden Leimtafeln pro Standort und Woche gefangen.
Im Rheinland, aber auch im Maifeld, welches nur knapp 70 km von der Rheinland-Pfälzischen Hot-Spot-Region entfernt ist, werden weiterhin nur an wenigen Standorten einzelne Zikaden gefunden. Für die Standorte im Rheinland werden diese akribisch in der Diagnostik des Pflanzenschutzdienstes NRW auf die Beladung mit SBR- und Stolbur-Erreger analysiert. Bisher war keine einzige der untersuchten Zikaden beladen, während in aus dem Süden stammenden Referenzzikaden durchaus die Erreger nachgewiesen wurden.
Die geringen Fangzahlen, gepaart mit dem Fehlen der Krankheitserreger, geben aktuell Grund zur Entwarnung.
In NRW ist weiterhin die Notwendigkeit einer Insektizidmaßnahme nicht gegeben! Eine Anwendung ist außerdem nur nach amtlichem Warndienstaufruf zulässig!
